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Eröffnung: 10.5.2017, 19.00 Uhr

Hauspostille von Martin Luther

Evangelische Interventionen in die Dauerausstellung

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Annlässlich des Luther-Jahres 2017 zeigt das Volkskundemuseum Wien eine Auswahl seiner Sammlungsobjekte, die über Reformation und Protestantismus erzählen. An sieben Stationen in der Dauerausstellung werden unterschiedliche Aspekte des Evangelisch-Seins verhandelt und ein Einblick in die Geschichte der Reformation und ihrer Auswirkungen geboten.
In der Schausammlung des Volkskundemuseums finden sich in dauerhafter Präsentation etliche evangelische Artefakte, die nun in den Rundgang miteinbezogen und neu interpretiert werden. Es handelt sich um Haussegen und Erinnerungsstücke, die für die Selbstverantwortlichkeit im Glauben stehen. Daneben widmet sich ein kompletter Ausstellungsraum dem Geheimprotestantismus im Fürsterzbistum Salzburg, dem Teile Tirols bis zur östlichen Talseite des Zillertals angehörten. Hier konnte sich die evangelische Konfession trotz Gegenreformation länger halten, als es unter dem Druck der „Pietas Austriaca“ der Habsburger möglich war. Sichtbar ist sie in der Ausgestaltung der Einrichtungsgegenstände, der Truhen und Kästen, die Motive aus dem Alten Testament oder lediglich Ornamente aufweisen anstatt die sonst dominierenden Heiligendarstellungen. Im 19. Jahrhundert beendeten aber auch im Zillertal Deportationen das Weitergeben der evangelischen Lehrinhalte.

Diese in der Dauerausstellung vorhandenen Objekte werden nun um Originale ergänzt, die sonst im Depot des Museums verwahrt liegen und die Zeugnis der Geschichte des Protestantismus und des Alltags der Evangelischen in der Habsburger Monarchie geben. Diese Interventionen umfassen eine kürzlich restaurierte „Hauspostille von Martin Luther“ aus dem späten 16./frühen 17. Jahrhundert, deren reiche Bebilderung digital zugänglich gemacht wird, eine Replik des Eherings von Martin Luther und Katharina von Bora aus Sopron, 19. Jahrhundert, und eine oberösterreichische Ofenkachel aus dem 16. Jahrhundert, die eine Abbildung Martin Luthers ziert. Sie stehen dafür, wie der Glaube Riten, aber eben auch das tägliche Leben mitgestaltet. Zwei komplette Trachten der evangelischen Landler, die aufgrund ihres Glaubens im 18. Jahrhundert nach Siebenbürgen vertrieben wurden, und ein Nachbarschaftsbuch aus Großau in Rumänien, das kurz drauf angelegt wurde, thematisieren das Wegmüssen aus Glaubensgründen und die identitätsstiftende Wirkung einer Konfession.

Eine Zeitleiste und Karten ergänzen die kleine, aber informative Schau aus der Sammlung des Volkskundemuseums, die ungewöhnliche und alltägliche Objekte aus dem Leben von Evangelischen zum Teil erstmals öffentlich zeigt.

Vermittlungsprogramme und Führungen richten sich an unterschiedliche Altersstufen und Interessensgruppen.

Pressematerialien

Pressebilder

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Hauspostille von Martin Luther
© Volkskundemuseum Wien
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Schraubmedaille. Silber, Kupferstich. Abraham Remshard, Augsburg, um 1732. "Gehe aus meinem Vaterland, Nach Preussen hat euch Gott gesandt": Vom Schicksal der "Salzburger Exulanten" erzählen die siebzehn Episoden der Schraubmedaille.
© Volkskundemuseum Wien
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Replik des Eherings von Martin Luther und Katharina von Bora aus Sopron, 19. Jahrhundert
© Volkskundemuseum Wien
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Oberösterreichische Ofenkachel mit Abbildung von Martin Luther, 16. Jahrhundert
© Volkskundemuseum Wien

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Volkskundemuseum Wien
Laudongasse 15-19, 1080 Wien

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Was ist los im Muesum?

7. Wiener Integrationswoche

Schnuppern, Kochen, Schmecken

Di, 02.05.2017, 10:00 – 12:30
Mitmachküche einer "Mama lernt Deutsch"-Kurses.
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#takeabreak #makeafilm

Ein Workshop für gehörlose und hörende HandyfilmerInnen

Sa, 06.05.2017, 12:00 – 15:00

Video


PAUSE IST NICHT GLEICH PAUSE.
Sie wird individuell unterschiedlich erfahren und gestaltet: als knapp bemessene Unterbrechung, als kurzzeitige Entlastung, als angemessene Erholung, als frei und glücklich verlebter Urlaub, als kollektive Ausgelassenheit bei Festen. Oder auch – in Zeiten von Arbeitslosigkeit – als belastende Auszeit. (Gabriela Muri: Pause! Campus 2004)
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Finissage

Tag der offenen Tür für Handyfilmer*innen und alle, die es werden möchten


So, 07.05.2017, 10:00 – 17:00
11.00 UHR
Podiumsdiskussion + Brunch
Handyfilmen – und dann?
Über Speichern, Sammeln und Erinnern
mit Gabriele Fröschl (Wiener Videorekorder/Österr. Mediathek), Rosemarie Pilz (Social Media Volkskundemuseum Wien), Margareta Veit und Maria Schreiber(Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft)
Moderation: Saskia Blatakes
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WienerWunderWeiber

Erstes PopUp im Volkskundemuseum

Fr, 12.05.2017, 10:00 – 19:00
Die Wiener WunderWeiber sind ein Netzwerk von Frauen, die vor denselben Herausforderungen stehen, Beruf, Kinder, Freizeit- und Privatleben zu meistern. Dabei helfen WunderWeiber sich gegenseitig mit Tipps, Trick und manchmal auch einfach einem Schulterklopfen.
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Dinner im Palais

Backstageführung und Kulinarik

Do, 18.05.2017, 18:00
Auf unserem Rundgang durch das Gartenpalais Schönborn gelangen wir vom Kräutergarten in den Wirtschaftstrakt des kleinen barocken Schlosses. Über die ehemalige Küche und den Herdraum geht es in die Beletage. Im Anschluss lassen die TeilnehmerInnen bei einem mehrgängigen Menü im Museumscafé bluem den Abend ausklingen.
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Internationaler Museumstag 2017

Spurensuche. Mut zur Verantwortung

So, 21.05.2017, 14:30 – 17:00
14.30 Uhr
Blumige Köstlichkeiten!

15.00 Uhr
Führung durch die Ausstellung „Hauspostille von Martin Luther. Evangelische Intervention in die Dauerausstellung“

 

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