Krippenskulpturen

von Meinrad Mayrhofer

Fr, 30.11.2007 – So, 03.02.2008
im Garten des Volkskundemuseums
30. November 2007 bis 3. Februar 2008
Meinrad Mayrhofer wurde 1958 in Zell am Moos, Oberösterreich, geboren. Durch den Beruf seines Vaters Hans Mairhofer-Irrsee war er von frühester Kindheit an mit künstlerischen Tätigkeiten vertraut. Von 1973 bis 1977 besuchte Meinrad Mayrhofer die Bundesfachschule Abteilung Bildhauerei in Hallstatt, seit 1979 ist er freischaffend als Bildhauer und Maler tätig. Er gestaltete bereits zahlreiche Ausstellungen und wirkte mit an Symposien im In- und Ausland. Seine bevorzugten Materialien sind Holz, Bronze und Papiermaché. Meinrad Mayrhofer ist Vorsitzender der Innviertler Künstlergilde und lebt mit seiner Familie in Pram in Oberösterreich. Dort engagiert er sich gemeinsam mit seiner Frau Sabine im Museum Furthmühle. Im nahen Lignorama, dem Holz- und Werkzeugmuseum in Riedau, steht seit 2006 die erste von ihm geschaffene Großkrippe mit einer Höhe von 7 m in permanenter Aufstellung.

Im Jahre 2007 bearbeitete der Künstler abermals frisch gefällte Baumstämme der heimischen Weißtanne mit der Motorsäge. Nach Entwürfen im Skizzenbuch schuf er aus Rundhölzern mit einem Durchmesser von etwa 70 cm neue Krippenskulpturen mit einer Höhe von mehr als 2,5 Metern. Im nächsten Arbeitsschritt wurden diese mit Winkelschleifern geglättet, für die Feinarbeit verwendete er Schnitzmesser. Um die Standsicherheit zu erhöhen, verlagerte der Bildhauer durch Aushöhlen der Rückseite den Schwerpunkt der bis zu 700 kg schweren Holzfiguren so tief wie möglich. Kraftvoll und kantig bei schlanker Gestalt, modern und ausdrucksstark präsentieren sich die Skulpturen den Betrachtern.

Die Krippenskulpturen wurden von Meinrad Mayrhofer eigens für die Präsentation im Garten des Palais Schönborn in der Wiener Laudongasse geschaffen. Sensationell ist die Größe der im Freien stehenden Skulpturen - Krippenfiguren von solcher Größe sind erstmalig in Wien zu sehen. Eine Besonderheit liegt auch darin, dass die BesucherInnen die Figuren nicht nur mit Augen betrachten dürfen, sondern vor allem mit den Händen begreifen sollen. Auch der Geruch des frischen Holzes wird dazu beitragen, dass der Besuch der monumentalen Weihnachtskrippe zu einem einzigartigen Erlebnis wird! (cpw)

Begleitprogramm

Samstag, 8. Dezember 2007
Adventfahrt des Vereins für Volkskunde nach Riedau/OÖ
Pramtaler Adventmarkt im Lignorama
Der Verein für Volkskunde lädt ein zur Busexkursion nach Riedau im oberösterreichischen Innviertel im Rahmen der Sonderausstellung "Krippenskulpturen von Meinrad Mayrhofer"
Infos als pdf

Sonntag, 16. Dezember 2007, 14-16 Uhr
in der Reihe "Insights - Einblicke und Aktionen"
Die Zwittauer Krippe
Die Zwittauer Krippe besteht aus verschiedensten Elementen, da sie im Lauf der Zeit durch Tausch und Ankauf immer wieder erweitert wurde. Biblisch gekleidete Figuren finden sich neben in Tracht gehüllten. Erzeugnisse der Spielzeug Hausindustrie in Form bemalter Holzfiguren sind vorherrschend, der ältere Teil der Krippe weist noch Wachsfiguren auf. Einflüsse der Wiener Porzellankrippen in Form der sitzenden Schäferin und des Volksschauspiels mittels Handwerksburschen und schaukelnde Buben haben auf die Gestaltung dieser Krippe gewirkt. Ein mächtiger Stall in Form einer antiken Ruine und der Krippenhintergrund ergeben die stattlichen Ausmaße von 440cm Breite, 440cm Tiefe und 220cm Höhe. Die 28 Figuren und Figurengruppen sind 13cm bis 22cm hoch.
Die etwa 130 Jahre alte Weihnachtskrippe wird vor Besuchern aufgestellt.
Ein Weihnachtsmarkt bietet Handarbeiten, das Caféhaus ist geöffnet.

Donnerstag, 3. - Sonntag, 6. Jänner 2008, 14.30-16.30 Uhr
Sterne, Rauch, Geschenke
Familientage in den Weihnachtsferien
Bei einer alle Sinne ansprechenden Krippenschau begeben sich die Kinder mit ihren Begleitpersonen auf die Spur der Heiligen Drei Könige. Sie basteln "Königssterne" und lernen Weihrauch und Myrrhe kennen.
Preise: € 5,- für Kinder (ermäßigt mit wienXtra A-Karte € 4,-), € 3,50 für Erwachsene (ermäßigt mit wienXtra A-Karte € 2,-)

Sonntag, 3. Februar 2008, 14-17 Uhr
Finissage mit Familienprogramm
Maria Lichtmess (2. Februar) und der Festtag des Heiligen Blasius (3. Februar) bedeuten das Ende des Winters im bäuerlichen Jahreskreis. Lichterbräuche um diese Termine geben Anlass, den letzten Tag der Ausstellung für einen Familientag zu nutzen, bei dem die Kerze im Mittelpunkt steht.
Volkskundemuseum Wien
Laudongasse 15-19, 1080 Wien

T: +43 1 406 89 05
F: +43 1 408 53 42
E: office@volkskundemuseum.at
W: www.volkskundemuseum.at

Dienstag - Sonntag 10-17 Uhr
Montag geschlossen
außer an Feiertagen
24. und 31. Dezember 10-15 Uhr

Schließtage:
1. Jänner, Ostersonntag,
1. Mai, 1. November,
25. Dezember

BesucherInneninformation und Preise

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