Spindel


ÖMV/63.403
Wirtellose, gedrechselte Spindel aus Laubholz, die größte Dicke etwas unterhalb der Mitte. Sich ungleichmäßig verjüngende Enden, das obere Ende zusätzlich zugeschnitten und in einer Spitze auslaufend. Das untere Ende mit 2,3 cm langer, stark abgesetzter, kegelförmig verstärkter und profilierter Spitze. Unteres Ende mit einem verblassten Streifen oranger Bemalung und Drehlinien verziert.

Von der Hand Schuchardts am oberen Ende mit "Racko [sic] (Herz. an der mont Grenze) (Murko)" bezeichnet.

Schuchardt erhielt die Spindel wahrscheinlich durch Vermittlung von Mathias Murko von dessen Bruder Michael Murko, der als Bezirksvorstand in Gacko tätig war. Rudolf Meringer berichtete in seinem Beitrag Wörter und Sachen IV (Meringer 1906: 401), dass er von Michael Murko Pläne, Fotografien und nähere Mitteilungen zum Schlittenhaus in der Herzegowina erhalten hatte. Dieses Detail unterstützt die Vermutung über die Zuarbeit von Michael Murko.
Nach dem Tod Schuchardts 1927 kam die Spindel als Teil seines Nachlasses an die Universitätsbibliothek Graz und von dort 1959 als Schenkung an das Volkskundemuseum in Wien.
L: 26,3 cm
D max.: 1,6 cm



Objektklasse
Hersteller/in
  • Unbekannt
Beitragende/r
Herkunft
Datierung
  • Um 1900
Material
  • Laubholz
Technik
  • gedrechselt (Holz)
  • geschnitzt (Holz)
  • bemalt (Holz)
Abbildung
  • Streifenförmiges Motiv
  • Linie
Sammlung
  • Schuchardt, Hugo: Belegsammlung zur Sachwortforschung
Weiterführende Informationen
Literatur:
Meringer, Rudolf. 1906. Wörter und Sachen IV. In Indogermanische Forschungen 19: S. 401-457, hier S. 401.
Folgende Materialien des Hugo-Schuchardt-Archivs (HSA) stehen in Bezug zu diesem Objekt:
Mathias Murko

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