Spindel


ÖMV/63.409
Wirtellose, gedrechselte Spindel aus Laubholz, die größte Dicke etwas unterhalb der Mitte. Sich gleichmäßig verjüngende Enden, das obere Ende mit knotenförmig verdickter Spitze, von Schuchardt Kreiskerbe genannt. Das untere Ende mit 3,9 cm langer, abgesetzter, kegelförmig verstärkter Spitze.

Von der Hand Schuchardts oberhalb der Mitte mit "Istrien" bezeichnet.

Möglicherweise erhielt Schuchardt diese Spindel von Antonio Ive, der ihm aus Istrien außer Gerätschaften für die Garnherstellung auch Fischnetze beschaffte und in einem Schreiben aus Rovinj vom 28. März 1902 erwähnte, dass er Schuchardts Wünsche bezüglich Spindeln und Rocken nicht vergessen habe. Schuchardt könnte sie aber auch selbst besorgt haben, da er sich im Oktober 1900 in Rijeka und Opatija aufhielt.
Nach dem Tod Schuchardts 1927 kam die Spindel als Teil seines Nachlasses an die Universitätsbibliothek Graz und von dort 1959 als Schenkung an das Volkskundemuseum in Wien.
L: 28 cm
D max.: 2 cm



Objektklasse
Hersteller/in
  • Unbekannt
Beitragende/r
Herkunft
Datierung
  • Ende 19. Jh.
Material
  • Laubholz
Technik
  • gedrechselt (Holz)
    Sammlung
    • Schuchardt, Hugo: Belegsammlung zur Sachwortforschung

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