Spinnrockenstab mit Hanffasern


ÖMV/63.472
Spinnrocken aus einem natürlich gewachsenen, im oberen Drittel beschnitzten Kastanienholzstab, der am oberen Ende dreifach stufig gekerbt und zugespitzt ist. Im oberen Viertel neunfach geschlitzt und über eine Scheibenspante ein blasig ausgebauchter Körper zur Aufnahme des Fasermaterials geformt, der an beiden Enden durch Schnurwicklung gesichert ist. Reste von Hanffasern vorhanden.

Von der Hand Schuchardts am Stab oberhalb der Mitte mit "prov. di Sassari" bezeichnet. Aufschrift und Duktus sind völlig ident mit jenen der Spindeln ÖMV/63.434 bzw. ÖMV/63.436 sowie des Spinnrockenstabs ÖMV/63.474, diese vier Objekte könnten also aus einer Zusendung stammen.

Diese Spinnrockenstab könnte von Gaetano Delogus Verwandten in Sardinien entweder direkt oder über Vermittlung von ihm an Hugo Schuchardt geschickt worden sein. Eine Briefstelle in einem Schreiben Delogus an Schuchardt vom 28. Jänner 1901 legt dies nahe.
Nach dem Tod Schuchardts 1927 kam der Spinnrocken als Teil seines Nachlasses an die Universitätsbibliothek Graz und von dort 1959 als Schenkung an das Volkskundemuseum in Wien.
L: 81,2 cm
Stab D max.: 1,4 cm
Blase D max.: 4,5 cm



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Spinnrockenstab mit Hanffasern - Bild 1
Objektklasse
Hersteller/in
  • Unbekannt
Beitragende/r
Herkunft
Datierung
  • Ende 19. Jh.
Material
  • Kastanienholz
  • Ast
  • Schnur
  • Hanf
Technik
  • geschnitten (Holz)
  • geschnitzt (Holz)
    Sammlung
    • Schuchardt, Hugo: Belegsammlung zur Sachwortforschung
    Folgende Materialien des Hugo-Schuchardt-Archivs (HSA) stehen in Bezug zu diesem Objekt:
    Gaetano Delogu
    Delogu | Schuchardt | 1901-01-28 (Briefnummer 1-2275)

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