Handhaspel "Trapanaturo"


ÖMV/63.477
Mittelgriffige Handhaspel aus einem gedrechselten Buchenholzstab mit abgekanteten Stabenden. Am oberen und unteren Ende gegenständig durchgebohrte Löcher, in denen vierkantige Holzpflöcke stecken. Schuchardt nannte diesen Typus "Haspel, der auf den entgegengesetzten Seiten parallele Pflöcke hat".

Schuchardt erhielt diese "trapanaturo" genannte Haspel von Oscar Magnus, wie er in seiner Festschrift für Adolf Mussafia anmerkte (Schuchardt 1905: 8). Magnus fand sie in Neapel bei alten Leuten, die sie aber offenbar nicht mehr gebrauchten. Er konnte diese Form nur für Neapel nachweisen.
Nach dem Tod Schuchardts 1927 kam die Haspel als Teil seines Nachlasses an die Universitätsbibliothek Graz und von dort 1959 als Schenkung an das Volkskundemuseum in Wien.
H: 51,5 cm
D: 3 cm
Pflöcke L: 9,7 cm
Pflöcke H: 1 cm
Pflöcke T: 1,1 bzw. 1,2 cm



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Handhaspel "Trapanaturo" - Bild 1
Objektklasse
Hersteller/in
  • Unbekannt
Beitragende/r
Herkunft
Datierung
  • Ende 19. Jh.
Material
  • Buchenholz
  • Rundholz
Technik
  • gedrechselt (Holz)
  • geschnitzt (Holz)
  • gebohrt (Holz)
    Sammlung
    • Schuchardt, Hugo: Belegsammlung zur Sachwortforschung
    Objekt wird zitiert in
    Werke im Hugo-Schuchardt-Archiv:
    [Schuchardt, Hugo. 1905. Hugo Schuchardt an Adolf Mussafia. Graz: Leuschner & Lubensky, S. 8 und Abb. 6.; http://netknowl.uni-graz.at/id/publication/53 #page=9]

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