Handhaspel


ÖMV/63.481
Mittelgriffige Handhaspel aus Hartholz. Der Schaft in der Mitte rund gedrechselt und oben und unten vierkantig gearbeitet. Die Kanten mit geschnitzten Kerben verziert. An beiden Enden gekrümmte Querhölzer gegenständig aufgesteckt und gedübelt, deren Enden mit einer Ausnahme erhöht sind, damit das Garn nicht abrutscht. Über das flache Ende wird der Strähn abgestreift. Auf die Haspel ist Baumwollschnur aufgewickelt. Schuchardt nannte diesen Haspeltypus "gestutzt", da der Schaft über die Querhölzer nicht vorsteht, sondern diese das Gerät abschließen.

Schuchardt erhielt diese Haspel von Antonio Ive, wie er in seiner Festschrift für Adolf Mussafia anmerkte (Schuchardt 1905: 10-11).
Nach dem Tod Schuchardts 1927 kam sie als Teil seines Nachlasses an die Universitätsbibliothek Graz und von dort 1959 als Schenkung an das Volkskundemuseum in Wien.
H: 29 cm
Schaft D max.: 2,5 cm
Querhölzer B: 30,3 bzw. 30,8 cm



Objektklasse
Hersteller/in
  • Unbekannt
Beitragende/r
Herkunft
Datierung
  • 19. Jh.
Material
  • Hartholz
  • Schnur
Technik
  • gedrechselt (Holz)
  • geschnitzt (Holz)
  • Gedübelte gerade Verbindung
    Sammlung
    • Schuchardt, Hugo: Belegsammlung zur Sachwortforschung

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