Kienspanleuchter


ÖMV/63.484
Geschmiedeter Kienspanleucher aus Eisen. Ständer aus drei gewölbten Vierkanteisen, deren untere Enden nach außen gebogen und eingerollt sind. Daran angeschmiedet als vertikaler Schaft ein Vierkantstab, der oben zu einer horizontalen, festen Klemme für Kienstümpfe ausgeschmiedet ist. Ein an den Vierkantstab angenieteter Arm mit angenieteter Feder bildet eine vertikale Klemmzange für die Kienspäne. Die Innenflächen beider Klemmen mit punzierten Zickzack-Linien.

Möglicherweise steht dieser Kienspanleuchter in Zusammenhang mit Schuchardts etymologischen Studien zum Feuerbock (Schuchardt 1905: 4-6). Der Ständer aus gewölbten Vierkanteisen entspricht formal, wenn man den Leuchter auf den Kopf stellt, dem in Abb. 3 dargestellten Feuerbock mit aus Spangen gebildeten Halterungen für Krüge.
Auf welchem Weg dieser Kienspanleuchter in die Sammlung gelangte, konnte aufgrund fehlender Hinweise nicht geklärt werden.
Nach dem Tod Schuchardts 1927 kam er als Teil seines Nachlasses an die Universitätsbibliothek Graz und von dort 1959 als Schenkung an das Volkskundemuseum in Wien.
H: 59,6 cm
B: 19 cm
T: 17,5 cm



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Kienspanleuchter - Bild 1
Objektklasse
  • Kienspanleuchter mit Federmechanik
  • Kienspanleuchter mit einfacher Klemmvorrichtung
Hersteller/in
  • Unbekannt
Beitragende/r
Herkunft
  • Unbekannt
Datierung
  • 19. Jh.
Material
  • Eisen
  • Vierkanteisen
Technik
  • geschmiedet (Metall)
  • genietet (Metall)
  • punziert (Metall)
Abbildung
  • Zickzack
Sammlung
  • Schuchardt, Hugo: Belegsammlung zur Sachwortforschung
Weiterführende Informationen
Werke im Hugo-Schuchardt-Archiv:
Schuchardt, Hugo. 1905. Hugo Schuchardt an Adolf Mussafia. Graz: Leuschner & Lubensky, S. 4-6.
Folgende Materialien des Hugo-Schuchardt-Archivs (HSA) stehen in Bezug zu diesem Objekt:
Schuchardt, Hugo. 1905. Hugo Schuchardt an Adolf Mussafia. Graz: Leuschner & Lubensky, S. 4-6.

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