Mahdhaken


ÖMV/63.488
Geschmiedeter Mahdhaken mit Hartholzgriff. Gekrümmter Haken aus einem Vierkantstab, die gerade Spitze lang ausgezogen und flach gehämmert, das untere Ende zu einer ca. 13,5 cm langen Tülle geformt, die an einen gedrechselten Hartholzgriff genietet ist. Der Griff endet in einem halbkugelförmigen Knopf.
Mahdhaken werden beim Mähen von Getreide mit kurzen Sensen, sogenannten Sichten oder Kniesensen, verwendet. Der Haken wird mit der linken Hand geführt und dient zum Abteilen der zu mähenden Getreidehalme sowie zum Zusammenraffen und Beiseiteziehen des Schnittguts.

Möglicherweise steht dieser Mahdhaken in Zusammenhang mit Schuchardts Studien zur Sichel (Schuchardt 1901). Auf welchem Weg er in die Sammlung gelangte, konnte aufgrund fehlender Hinweise nicht geklärt werden.
Nach dem Tod Schuchardts 1927 kam er als Teil seines Nachlasses an die Universitätsbibliothek Graz und von dort 1959 als Schenkung an das Volkskundemuseum in Wien.
H: 55,7 cm
B: 34,9 cm
Griff L max.: 6,6 cm
Griff D max.: 3,7 cm




Objektklasse
Hersteller/in
  • Unbekannt
Beitragende/r
Herkunft
  • Unbekannt
Datierung
  • Ende 19. Jh.
Material
  • Eisen
  • Vierkanteisen
  • Hartholz
Technik
  • geschmiedet (Metall)
  • genietet (Metall)
  • gedrechselt (Holz)
    Sammlung
    • Schuchardt, Hugo: Belegsammlung zur Sachwortforschung

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