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verlängert bis 30.4.2017

"Ihr Album unter der Lupe"

Fotoalben als Nach-Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg

:
Wie gehen nachfolgende Generationen mit dem Erbe privater Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg um? Das Projekt „Ihr Album unter der Lupe“ eröffnet eine erweiterte Perspektive auf das Thema der privaten Kriegsfotografie.
Die Erinnerung an den Krieg endet nicht mit dem Tod der ehemaligen Wehrmachtsoldaten. Sie besteht fort, eingeschrieben in die Bilder und Alben, die als Träger der Erinnerung wirken. Für die Nachkommen stellen die Alben ein mitunter schwer zu ertragendes Erbe dar, das viele Fragen aufwirft. Aus der heutigen Perspektive müssen die Alben neu gelesen und die Bilder entschlüsselt werden.
 
Ab 3. Februar 2017 werden diese Fragen in einer eigens gestalteten zusätzlichen Ausstellung und einem speziell auf das Thema zugeschnittenen Begleitprogramm präsentiert. Im Fokus der Schau steht der Umgang der zweiten und dritten Generation mit der Nach-Erinnerung an den Krieg.
 
Im Rahmen der Foto-Ausstellung Fremde im Visier – Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg hatte das Volkskundemuseum Wien den Aufruf an BesucherInnen gestartet, Alben aus privaten Haushalten einzubringen. Zahlreiche Nachfahren meldeten sich daraufhin mit Fotoalben und ergänzenden Materialien wie Tagebüchern, Feldpostbriefen und Dokumenten. In Interviews erzählten sie ihre die Geschichten ihrer Angehörigen und gaben Einblick, wie sie und ihre Familien mit dem historischen Material umgehen.
 
Im Dialog mit den AlbeneinbringerInnen wurde dann auch die Ausstellung erarbeitet. Sie zeigt deren Umgang mit der Nach-Erinnerung an die Kriegsteilnahme ihrer Vorfahren. Gespeist wird diese Erinnerung aus unterschiedlichen Medien.
 
Die Ausstellung zeigt Fotoalben, Fotografien und ergänzende Dokumente, begleitet von Interviewausschnitten mit den Nachfahren. In mehreren Stationen werden unterschiedliche Positionen im Umgang mit diesem schwierigen Erbe zugänglich. Sie verweisen auf eine Betroffenheit im Individuellen, die zugleich in Bezug steht zur kollektiven Verhandlung des Traumas des Nationalsozialismus. Deutlich wird allerdings – durchaus zum Erstaunen derer, die sich mit ihren schwierigen Familienerinnerungen isoliert fühlten – dass viele hier mit ganz ähnlichen Formen der als schuldhaft empfundenen Auseinandersetzung zu tun haben.

BEGLEITPROGRAMM
 
Workshop
Fr, 3.2., 13.00-16.30 Uhr
Medialitäten und Narrative der Nach-Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg
Mit Petra Bopp, Friedemann Derschmidt, Friedrich Tietjen, Herber Justnik, Anne Wanner,
Fabien Théofilakis
Eintritt frei, beschränkte TeilnehmerInnenzahl
bitte um Anmeldung unter fotosammlung@volkskundemuseum.at
 
Vortrag
Fr, 3.2., 18.30 Uhr
Blick – Gegenblick. Private Kriegsfotografie im Europa des Zweiten Weltkriegs
Von Petra Bopp
Eintritt frei
 
KuratorInnenführung
So, 5.2., 15.00 Uhr
Durch die Ausstellung „Ihr Album unter der Lupe“ – Fotoalben als Nach-Erinnerung an den
Zweiten Weltkrieg mit Anne Wanner und Herbert Justnik
Kosten: Eintritt ins Museum + € 4 Führungstarif
 
Filmscreening
Do, 16.2., 19.00 Uhr
Liebe Geschichte (A / 2010 / Dokumentarfilm / 35 mm / 98 min)
In Anwesenheit von Klub Zwei
Eintritt frei

„lecture-performance“
Di, 14.2., 19.00 Uhr
Wirkungen und Ahnen. Fragen an den Umgang mit dem NS-Erbe
Von Friedemann Derschmidt
Eintritt frei

Pressematerialien

Pressebilder

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Albumsichtung im Volkskundemuseum Wien © Kollektiv Fischka / Kramar
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Eine Besucherin im Gespräch zum Fotoalbum ihres Vaters.
© Kollektiv Fischka / Kramar
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Eine Besucherin im Gespräch zum Fotoalbum ihres Vaters.
© Kollektiv Fischka / Kramar
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Eine Besucherin im Gespräch zum Fotoalbum ihres Vaters.
© Kollektiv Fischka / Kramar
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Volkskundemuseum Wien
Laudongasse 15-19, 1080 Wien

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Was ist los im Muesum?

Do, 27.4.2017, 8.30-19.00 Uhr

Unterwegs mit dem Verein

Obstbaumblüte im Mostviertel

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Zwei Tage nach der Eröffnung der Freiluftsaison geht es in die niederösterreichische Stadt Haag. Neben dem Besuch des dortigen Mostviertelmuseums steht eine Betriebsbesichtigung und eine Obstmostverkostung bei der Familie Hiebl aka Hansbauer auf dem Programm.
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„Descending with Angels“

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Schnuppern, Kochen, Schmecken

Di, 02.05.2017, 10:00 – 12:30
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Ein Workshop für gehörlose und hörende HandyfilmerInnen

Sa, 06.05.2017, 12:00 – 17:00

Video


PAUSE IST NICHT GLEICH PAUSE.
Sie wird individuell unterschiedlich erfahren und gestaltet: als knapp bemessene Unterbrechung, als kurzzeitige Entlastung, als angemessene Erholung, als frei und glücklich verlebter Urlaub, als kollektive Ausgelassenheit bei Festen. Oder auch – in Zeiten von Arbeitslosigkeit – als belastende Auszeit. (Gabriela Muri: Pause! Campus 2004)
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Finissage

Tag der offenen Tür für Handyfilmer*innen und alle, die es werden möchten


So, 07.05.2017, 10:00 – 17:00
11.00 UHR
Podiumsdiskussion + Brunch
Handyfilmen – und dann?
Über Speichern, Sammeln und Erinnern
mit Gabriele Fröschl (Wiener Videorekorder/Österr. Mediathek), Rosemarie Pilz (Social Media Volkskundemuseum Wien) u.a., Moderation: Saskia Blatakes
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WienerWunderWeiber

Erstes PopUp im Volkskundemuseum

Fr, 12.05.2017, 10:00 – 19:00
Die Wiener WunderWeiber sind ein Netzwerk von Frauen, die vor denselben Herausforderungen stehen, Beruf, Kinder, Freizeit- und Privatleben zu meistern. Dabei helfen WunderWeiber sich gegenseitig mit Tipps, Trick und manchmal auch einfach einem Schulterklopfen.
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