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Projekte

Projekte

2018

Pantha Rhei


Laufzeit: 30. Januar bis 7. August 2018  
Pantha Rhei ist ein Projekt des Volkskundemuseums Wien mit der Jobfabrik, einer Produktionsschule im Verbund der Volkshilfe Wien sowie der Caritas Flüchtlingshilfe St. Gabriel in Kooperation mit „Hunger auf Kunst und Kultur“ im Rahmen von „Kultur-Transfair VIII“, einer Projektschiene, die durch das MehrWERT Sponsoringprogrammes der Erste Bank ermöglicht wird.

Acht Jugendliche der Bürogruppe der Jobfabrik lernten am 30. Januar 2018 zehn unbegleitete minderjährig geflüchtete Burschen aus Afghanistan und Somalia im Haus St. Gabriel in Mödling kennen. Ein gemeinsames Mahl und Partner*inneninterviews erzielten ein erstes Zusammengehörigkeitsgefühl. Mit Hilfe des „mobilen Museums“, des Modells  eines ländlich alpinen Kastens mit diversen Objekten,  wurden sie auf ihren kommenden Besuch im Volkskundemuseum am 20. Februar eingestimmt. Jede/r sollte seinen/ihren Lieblingsgegenstand mitbringen und den anderen präsentieren. Die Annahme, dass es sich dabei nur oder hauptsächlich um Handys handeln  würde, bewahrheitete sich nicht. Es kristallisierten sich drei Objektgruppen heraus: körperbetonte Dinge wie Schmuck- und Kleidungsstücke, praktische Dinge wie Schlüssel, Kalender und doch auch Smartphones. Bis zum nächsten Meeting am 20. März überlegten sich die Jugendlichen Fragen für Museumskuratorinnen, um eine Querverbindung zwischen ihrem Lieblingsgegenstand und Museumsobjekten herzustellen. In Kleingruppen interviewten sie die Textilkuratorin Kathrin Pallestrang und die Graphikkuratorin Nora Witzmann. Die dritte Gruppe ging in die Fotosammlung. Nach der Zusammenfassung im Plenum bekamen alle Orientierungspläne, um in einem ersten Streifzug durch die Dauerausstellung neugierig zu werden. Am 17. April suchten sie sich jeweils ein Ausstellungsobjekt aus, das auch thematisch zum persönlichen Lieblingsding passte. Nun stand ein Treffen mit dem Museumsbibliothekar Hermann Hummer auf dem Programm, der in die Bibliothekssammlung einführte. Zum Ausklang wurden noch Materialien vorgestellt, die beim letzten Treffen im Museum verwendet werden könnten, um auf kreative Art und Weise eine Verbindung zwischen Lieblingsgegenstand und einem Museumsobjekt zu schaffen. Am 29. Mai gelang dies in einem ganztägigen Workshop auf ganz berührende Art und Weise. Die 18 Jugendlichen bildeten mehrere Untergruppen: eine Schreib-, eine Collagen-, eine Zeichen- und eine Mediengruppe. Letztere produzierte gemeinsam  einen Handyfilm, wobei sie auch Tipps von einem externen afghanischen Amateurhandyfilmer bekam. Etliche recherchierten noch zusätzlich in der Bibliothek, um mehr Informationen zu Werkzeugen, Puppenhäusern oder geschichtlichen Gegebenheiten für ihre Werke zu erlangen. Es entstanden zum Teil sehr persönliche Arbeiten.

Am 7. August werden sie in den Räumlichkeiten der Produktionsschule der Volkshilfe Wien, Dr. Otto-Neurath-Gasse 1, 1220 Wien von 10.00 – 13.00 Uhr präsentiert. Interessierte sind herzlich willkommen. Um Anmeldung wird gebeten unter kulturvermittlung@volkskundemuseum.at oder 01/40689 05 – 64.




2018

reco(r)ding Heimat: die Aushandlung eines Begriffes zwischen Gesellschaft, Politik und medialer Inszenierung


Das Culture Connected Projekt „reco(r)ding Heimat: die Aushandlung eines Begriffes zwischen Gesellschaft, Politik und medialer Inszenierung“ von März bis Mai 2018, wurde mit 14 Schüler*innen der Bafep 8 und dem Volkskundemuseum Wien gemeinsam durchgeführt. Das Projekt beschäftigte sich mit dem Heimatbegriff und versuchte einen neuen Blick auf die Begrifflichkeiten zu werfen.

Ziel des Projektes war, sich durch die Aneignung der Inhalte der damaligen Ausstellung „heimat: machen“ und einem von Simon Inou gestalteten Schulbuchworkshop auf einer historischen, gegenwartsbezogenen sowie analytischen Ebene dem Heimatbegriff anzunähern und aus diesem Kontextwissen einen Radiobeitrag zum Thema „reco(r)ding Heimat“ zu gestalten.

Medien spielten in der Ausstellung eine große Rolle und haben eine wesentliche Auswirkung auf die Meinungsbildungsprozesse innerhalb der Gesellschaft. Ohne Kontextwissen aber können bestimmte Texte nicht verstanden werden. Durch das Gestalten eines eigenen Radiobeitrages wird die kulturelle und politische Bildung der Schüler*innen gestärkt und die freie Meinungsäußerung sowie kritisches Denken, das eine wichtige Basis der demokratischen Gesellschaft darstellt, eingeübt.

Dieser Radiobeitrag wurde von gecko Art (Evelyn Blumenau und Walter Kreuz) und den Schüler*innen eigenständig konzipiert, aufgenommen und wurde am 5. Juni 2018 um 16:00 Uhr auf Radio Orange gesendet. Der Beitrag dauert zirka neun Minuten und kann an der Hörstation in der Passage bis zum 9. Juni 2018 gehört werden. Online ist er hier verfügbar.

               

2017
handyfilmen - Jugend. Alltag. Medienkultur.


In Anlehnung an die Ausstellung „Handyfilme – Jugendkultur in Bild und Ton“ befassten sich 67 SchülerInnen der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAfEP8) mit ihrer eigenen Handyfilmpraxis. Entstanden sind Filmproduktionen, bildnerische Arbeiten und eine Videoinstallation, die Einblicke in den Alltag und das Medienverhalten der Jugendlichen geben.
Gemeinsam mit der bildenden Künstlerin Carla Degenhardt und dem Fotokünstler Michael Michlmayr fanden im Rahmen einer Schulprojektwoche drei Handyfi lmworkshops mit den Klassen 2A, 3A und 3B statt. Ein Teil der Klasse 1B arbeitete parallel dazu eigenständig an einem gemeinsamen Film. In den Workshops und im weiterführenden Unterricht lernten die SchülerInnen unterschiedliche Filmeinstellungen und deren Wirkung sowie Einsatzmöglichkeiten kennen. Auf Basis selbstgewählter Themen produzierten sie umfangreiches Filmmaterial. Gefi lmt wurde in der Schule und an unterschiedlichen Orten des achten Wiener Gemeindebezirkes. Dabei bedienten sich die SchülerInnen unterschiedlicher Filmgenres. Eine Klasse entschied sich, ihr Handyfilmverhalten in Form von bildnerischen Arbeiten darzustellen. Eine andere Klasse suchte die analytische Auseinandersetzung mit dem eigenen Tun in Form eines Textes. Die Gestaltung der Ausstellung sowie die Präsentation der Werke konzipierten die SchülerInnen gemeinsam mit MitarbeiterInnen des Museums. Die Kooperation zwischen dem Volkskundemuseum Wien und der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik 8 baut auf eine seit 2014 erfolgreiche Zusammenarbeit im Rahmen der Projektförderung culture connected von Kultur Kontakt Austria auf. Für die jeweiligen künstlerischen Produktionen der SchülerInnen ist das Museum ein Ort der Inspiration und Wissenserweiterung. Das Volkskundemuseum Wien stellt den SchülerInnen einen außerschulischen Lernort zur Verfügung, der ihnen Raum für eigenes Erfahren und Experimentieren gibt.
 
KünstlerInnen:
Samuel Annerl, Tamara Arsic, Ivana Bajcic, Marija Brkic, Dominik Browne, Daniela Calabek, Amelie Chmela, Selma Dilaver, Samantha Faubel, Carmen Farkas, Nikola Fend, Nikolaus Fortin, Nathalie Gasior, Melanie Glaser, Agatha Golub, Helmut Grubmüller, Antonia Haberger, Karin Haider, Alice Hejtmanek, Carina Hiesleitner, Lilli Huber, Susanna Jollesch, Barbara Karall, Kerstin Klausner, Sophie Kleinfercher, Anna Knötgen, Paul Kugler, Lucia Lagler, Sandra Leeb, Anna-Katharina List, Jenny Maierschmidt, Maida Majdancic, Serin Mrouki, Sophie Mynha, Cornelia Nechwatal, Laura Ottinger, Viktoria Peter, Jenny Petrik, Verena Pfeiffer, Sophie Plaß, Maren Pogats, Marlene Rauch, Florian Reiner, Anna Rosner, Jennifer K. Rotter, Deby Rusu, Ivonne Sabith, Pia L. Schmidt, Valerie A. Schwab, Larissa Schwanda, Marie Smidt, Verena Sonntag, Vivien Spann, Betti Stern, Denise Szorentini, Sirin Tabib, Lisa Tröthann, Jenny Urban, Celine Denise Unden, Rebecca Vogel, Sofie Wachsenegger, Sophie Wagner, Max Weigel, Raphael Winkler, Sibel Yolacan, Amelie Zak
 
Projektleitung und -koordination: Raffaela Sulzner
Künstlerische Betreuung der Handyfilmproduktionen:
Carla Degenhardt und Michael Michlmayr
Pädagogische Begleitung: Agnes Engel, Michaela
Gmeiner, Birgit Lederer, Dagmar Tiwald
Ausstellungsaufbau: Monika Maislinger, Andreas
Schmidt, SchülerInnen der BAfEP8.
Kommunikation: Gesine Stern
Druckgrafik: Matthias Klos


2016

My Home - woran hängt dein Herz?
Culture Connected - Kooperation zwischen Schulen und Kulturpartnern


In diesem Projekt setzen sich 28 SchülerInnen und zwei Schüler der 2B der Bundesbildungsanstalt für Kindergartenpädagogik in der Josefstadt mit der Bedeutung von Gegenständen im eigenen Wohnumfeld auseinander. Basis und Inspirationsquelle ist die derzeit im Volkskundemuseum laufende Ausstellung „Freud´s Dining Room. Möbel bewegen Erinnerung“, die Möbelsubstitute aus dem Londoner Freud Museum zeigt.

Diese Kästen und Truhen ländlich-alpiner Herkunft waren im Original im Wochenendhaus der Familie Freud in Niederösterreich in Verwendung. An ihnen hing das Herz von Anna Freud: diese begleiteten sie seit ihrer Flucht aus Wien ihr Leben lang und vermittelten Erinnerungen an die verlorene Heimat Österreich.
Im Projekt wählten die SchülerInnen einen Lieblingsgegenstand aus ihrem Wohnumfeld aus, gestalteten einen kurzen persönlichen Text darüber und stellten im Unterrichtsfach Werkerziehung bzw. Textiles Gestalten ein Objekt her, das ihren persönlichen Bezug darstellt.

Bei der Vernissage am 12. Mai 2016 um 9.30 Uhr werden die SchülerInnen ihre Werke korrespondierend zu „Freud´s Diningroom“ präsentieren. Wenn die Originalobjekte nach der Vernissage wieder in die Schule zurückkehren, bleibt das booklet mit der Darstellung der Werkstücke in der Ausstellung.
Die SchülerInnen nehmen teil am ersten bundesweiten Aktionstag für „Kulturelle Bildung an Schulen“: Am 24. Mai führen sie interessierte KollegInnen aus der Bakip8 durch die Ausstellung und überzeugen diese mit den erworbenen Museumskompetenzen.

Dieses Projekt wurde von einer Fachjury im Rahmen der österreichweiten Initiative „culture connected“ mit 109 weiteren Projekten für eine finanzielle Unterstützung im Schuljahr 2015/2016 ausgewählt. „culture connected“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Frauen durchgeführt und von KulturKontakt Austria beratend und organisatorisch begleitet. Die Initiative fördert Kooperationsprojekte zwischen Schulen und Kultureinrichtungen zu allen Themen von Kunst und Kultur und eröffnet beiden Partnern neue Sichtweisen.


2015

Dealing with Past Future Perfect


Der Verein KulturKontakt Austria fördert Kulturvermittlungsprojekte. In der Initiative „culture connected“ werden Kooperationen zwischen Kulturpartnern und Schulen mit einem maximalen Betrag von 1.500 Euro gefördert. Nach dem Projekt „Die Liebe und ihre Symbole“ im Jahr 2014 haben das Volkskundemuseum und die Bundesbildungsanstalt für Kindergartenpädagogik in der Josefstadt (bakip8) ein weiteres Gemeinschaftsprojekt eingereicht. Die Abteilung für Kulturvermittlung freut sich über die Förderzusage für „Dealing with Past Future Perfect“! Das Projekt wird im Rahmen des Unterrichtsgegenstandes Bildnerische Erziehung bzw. Technisches/Textiles Werken im Sommersemester 2015 mit Jugendlichen im Alter von etwa 15 Jahren durchgeführt. Dabei bietet das Volkskundemuseum den Jugendlichen eine außerschulische Interaktionsfläche, wo sie sich mit der aktuellen Sonderschau „Past Future Perfect“ auseinander setzen und das Erfahrene mit ihrem Wissen und ihren Erlebnissen aus dem eigenen Lebensumfeld ergänzen werden. Im Unterricht an der Schule gestalten sie eigene Interventionen, die sie nach Ende des Sonderprojekts in der ständigen Schausammlung installieren werden. Die SchülerInnen lernen dabei das Museum aus verschiedenen Blickwinkeln kennen und werden selbst KuratorInnen ihrer eigenen temporären Schau.

2014
„Die Liebe und ihre Symbole“


Eines der Leitprojekte des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur ist die Initiative „culture connected“.

Dabei werden Kooperationen zwischen Schulen und Kulturpartnern mit einem maximalen Betrag von 1.500 Euro gefördert. Bei der letzten Einreichung wurde von der Jury das Gemeinschaftsprojekt des Volkskundemuseums und der Bundesbildungsanstalt für Kindergartenpädagogik in der Josefstadt (baki8) ausgewählt.
Die Abteilung für Kulturvermittlung freut sich über die Förderzusage für „Die Liebe und ihre Symbole“. Das Projekt wird im Rahmen des Unterrichtsgegenstandes Bildnerische Erziehung bzw. Technisches/Textiles Werken im Sommerschuljahr 2014 mit Jugendlichen im Alter von etwa 15 Jahren durchgeführt. Dabei bietet das Museum den Jugendlichen eine außerschulische Interaktionsfläche, wo sie sich mit historischen Objekten zum Thema „Liebesgaben“ auseinander setzen und das Erfahrene mit ihrem Wissen und ihren Erlebnissen aus dem eigenen Lebensumfeld ergänzen werden. Den kreativen Höhepunkt bildet das Gestalten eines gemeinsamen textilen Objekts, das in den Museumsräumlichkeiten ausgestellt wird.



                

                                 




2013
Projekt Tischkultur


Die Wirtschaftskammer Wien/Baustoff-, Eisen-, Hartwaren- und Holzhandel/Eisenwaren-Hartwarengroßhandel verlieh dem Volkskundemuseum im Jahre 2013 einen Preis für jene Einrichtungen, die sich besondere Verdienste um die Tischkultur gemacht haben, den sogenannten Tischkultur-Award.
Das Volkskundemuseum hat im Jahre 2013 Programme für Kinder und Jugendliche konzipiert, in denen der gedeckte Tisch im Vordergrund steht. Es werden Unterschiede im adeligen, bürgerlichen und bäuerlichen Milieu erarbeitet, viele Rätsel rund ums Besteck und Geschirr gelöst, Servietten gefaltet und gemeinsame Imbisse eingenommen.
Im Rahmen von interaktiven Vermittlungsprogrammen besuchten über 1800 Kinder und Jugendliche zwischen März und November 2013 unterschiedliche altersspezifische Vermittlungsprogramme samt Workshops zu diesem Thema.
Dank einer Kooperation mit der WKO konnten über 500 Jugendliche aus berufsbildenden höheren Schulen am Programm Tischkultur einst und jetzt teilnehmen.

2007
MigrantInnen im Museum


Das Österreichische Museum für Volkskunde bietet MigrantInnen, die Deutschkurse besuchen, ein Vermittlungsprogramm für verschiedene Sprachniveaus an. Durch die Beschäftigung mit der österreichischen Landeskunde erhalten Menschen, die Deutsch als Fremdsprache lernen, die Möglichkeit, den Spracherwerb durch sinnliche Wahrnehmungen zu fördern. Das Angebot soll das Museum als Ort des Lernens und des interkulturellen Austausches etablieren und die Vernetzung mit Sprachschulen vorantreiben. Die Kulturvermittlerin Mag. Katharina Richter-Kovarik entwickelte dieses Projekt unter dem Titel: „MigrantInnen im Museum“. Das Österreichische Museum für Volkskunde erhielt dafür 2008 eine Nominierung zum Staatspreis für Erwachsenenbildung.


Volkskundemuseum Wien
Laudongasse 15–19, 1080 Wien

T: +43 1 406 89 05
F: +43 1 408 53 42
E: office@volkskundemuseum.at
W: www.volkskundemuseum.at

Öffnungszeiten
Museum: Di bis So, 10.00 bis 17.00 Uhr
Do, 10.00 bis 20.00 Uhr
Bibliothek: Di bis Fr, 9.00 bis 12.00 Uhr
Juli und August geschlossen
Café: Di bis So, 10.00 bis 17.00 Uhr
Mai bis August bei Schönwetter bis Sonnenuntergang
Mostothek: Di, ab 17.00 Uhr
August geschlossen

Sonderöffnungszeiten, Schließzeiten,
BesucherInneninformation und Preise


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