Eröffnung: Do, 7.3.2018, 19.00 Uhr

„Sie meinen es politisch!“

100 Jahre Frauenwahlrecht

Fr, 08.03.2019 – So, 30.06.2019
: Wahlrechtsdemonstration der SDAP (Sozialdemokratische Arbeiterpartei) in Ottakring 1913 © Kreisky-Archiv
Mit der Gründung der Republik vor 100 Jahren wurde ein wesentlicher Schritt für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen beschlossen: das Frauenwahlrecht. Das interdisziplinäre Projekt „frauenwahlrecht.at“ thematisiert als Teil der Republiksfeierlichkeiten diesen gesellschaftspolitischen Meilenstein und beleuchtet die politische Partizipation von Frauen von 1848 bis heute.

1918 wurde nach der Proklamation der Ersten Republik das direkte, allgemeine, gleiche und geheime Wahlrecht ohne Unterschied des Geschlechts beschlossen. Damit konnten am 16. Februar 1919 bei der Wahl zur Konstituierenden Nationalversammlung erstmals alle Frauen wählen und als Kandidatinnen politischer Parteien gewählt werden. Davon ausgeschlossen waren Menschen ohne österreichische Staatsbürgerschaft, aber etwa auch Prostituierte. Um das Wahlverhalten der neuen Staatsbürgerinnen beobachten und statistisch erfassen zu können, wurden in Wien bis in die 1990er Jahre farblich unterschiedliche Kuverts verwendet. Der Einführung des allgemeinen Wahlrechts voran ging ein jahrzehntelanger, internationaler Kampf von Frauenrechtsaktivistinnen und mit ihnen verbündeten Männern aus verschiedenen politischen Lagern.


Die Einführung des Frauenwahlrechts bedingte tiefgreifende Veränderungen in vielen Bereichen der Gesellschaft. Diese werden als „Orte des Frauenwahlrechts“ in der Ausstellung vorgestellt – hundert Jahre, nachdem die ersten Frauen am 4. März 1919 als Abgeordnete in die Parlament eingezogen: das Vereinslokal, die Straße oder der Arbeitsplatz. Diese Orte waren und sind Kristallisationspunkte der politischen Auseinandersetzung und der gesellschaftlichen Praxis.
 

Archivmaterialien wie Parlaments- und Landtagsprotokolle, audiovisuelle Quellen und persönliche Objekte eröffnen vielfältige Perspektiven auf Motivationen, Erfahrungen und den Alltag von Frauen, die während der letzten hundert Jahre politisch agierten. Die Handlungsspielräume von Frauen – als Aktivistinnen, Wählerinnen und Politikerinnen – werden ebenso in den Blick genommen wie das Staatsbürgerin-Sein und Wählen-Gehen. Gezeigt werden darüber hinaus Ausschlüsse und Verfolgungen, aber auch die Teilhabe von Frauen während der Aussetzung des Wahlrechts im Austrofaschismus und Nationalsozialismus.

Im Rahmen des Projektes "frauenwahlrecht.at"

Das Projekt umfasst die Ausstellung „Sie meinen es politisch!“ 100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich ab März 2019 im Volkskundemuseum Wien, die Wahlzelle „Sie meinen es politisch!“ 100 Jahre Frauenwahlrecht vor Ort als dezentrales Ausstellungsmodul an mehreren Orten in Österreich sowie die Publikation des Begleitbands zur Ausstellung mit aktuellen Forschungsarbeiten.

Mi, 31.10.2018, 18.00 Uhr
Festakt an der Universität Wien zu „100 Jahre Frauenwahlrecht“
Mit Präsentation der Wahlzelle, die ab November als wandernde Ausstellung an mehreren Standorten in Österreich zu sehen sein wird.

www.frauenwahlrecht.at

Ein Projekt der Österreichischen Gesellschaft für Zeitgeschichte (ÖGZ) und des Johanna Dohnal Archivs in Kooperation mit dem Volkskundemuseum Wien, dem Frauenmuseum Hittisau und dem Kreisky-Archiv.




                

 

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Laudongasse 15–19, 1080 Wien

T: +43 1 406 89 05
F: +43 1 408 53 42
E: office@volkskundemuseum.at
W: www.volkskundemuseum.at

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Bibliothek: Di bis Fr, 9.00 bis 12.00 Uhr
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Mostothek: Di, ab 17.00 Uhr

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